Ein heißes Wochenende am Singliser See

Unhaltbare Zustände am Singliser See

Es ist Samstag, 1. August 2020, Sonne, 35 Grad Celsius.  Die Besucherplätze (2.000 Personen) an der Stocklache waren schon am Vortag ausverkauft. Und dennoch kam es beim Einlass zeitweise zu längeren Warteschlangen, da zahlreiche Badegäste aus nah und fern ohne Online-Ticket den Badesee nutzen wollten.  Die Begrenzung der Besucherzahlen wurde vom Land Hessen in Absprache mit der Stadt Borken festgelegt. Es ist auch erforderlich, dass alle Badegäste beim Online-Ticketkauf oder, sofern noch Kapazitäten vorhanden, beim Ticketkauf vor Ort, registriert werden, damit ggf. Infektionsketten leichter verfolgt werden können.

Und was passiert? Die Menschen, die das heiße Wetter im und am Wasser genießen wollen, weichen zum Singliser und Gombether See aus, wobei der Gombether See nach unseren Informationen noch bis 2032 unter Bergaufsicht steht und damit Baden streng verboten ist. Und speziell am Singliser See kommt es zu unhaltbaren Zuständen, die gebührenpflichtigen Park- und Stellplätze sind schon nach kurzer Zeit belegt oder man weicht, um die Parkgebühren zu sparen, lieber gleich auf den Straßenrand nach Gombeth und Singlis aus. Überall wird „wild“ geparkt. Sowohl in Singlis als auch in Gombeth. Zum Ärger und Verdruss der Anlieger. Neben den Badegästen, die mit dem Auto anreisen, kommen auch viele noch zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Und somit herrscht gerade am Singliser See mehr als dichtes Gedränge. Vor allem auch im Bereich der Toiletten und des Gastronomiebereiches. Die Einhaltung der Corona Abstandsregelungen und Hygienevorschriften ist aus unserer Sicht nicht gewährleistet. Entsteht hier der nächste Corona-Hotspot

 

Bei allem Verständnis für die Badegäste haben wir Fragen an die Verantwortlichen der Stadt Borken:

Wie will man gewährleisten, dass die Straßen frei bleiben und im Fall eines Falles der Rettungsdienst oder anderen Blaulichteinheiten zum Einsatzort gelangen? Gibt es am Singliser See einen Sicherheitsdienst. Wenn ja, mit welcher Präsenz? Ist das Ordnungsamt in ausreichender Personalstärke vor Ort?

Wie will die Stadt Borken gewährleisten, dass die Infektionsketten nachvollziehbar bleiben? Warum gibt es am Singliser See keine Beschränkung der Besucherzahlen?

Wie will die Stadt Borken gewährleisten, dass die Einwohner der betroffenen Stadtteile nicht über Gebühr durch die Besucher belastet werden?

Fragen über Fragen, die es eigentlich zügig zu beantworten gilt. Allein schon aus Verantwortung gegenüber eines jeden Menschen, der Ruhe und Entspannung rund um das Borkener Seenland sucht.

Konzeptlos nennen wir die aktuelle Situation! Die SPD Borken erwartet, dass ein Bürgermeister mit samt der ihn tragenden Mehrheit handelt.

SPD-Stadtverband Borken